Rechtsanwalt Erbrecht Frankfurt – Fachanwalt Dr. Stefan Günther

Ihr Rechtsanwalt und Fachanwalt im Erbrecht in Frankfurt Main für Ansprüche aus Testament – Anfechtung sowie Auslegung – Pflichtteil und Erbengemeinschaft

Mit dieser Webseite möchte ich Sie insbesondere informieren über:

  • Aktueller Experten-Tipp vom Fachanwalt für Erbrecht
  • Ansprüche aus einem oder mehreren Testamenten (§ 2258 BGB) – welches ist gültig ?
  • Pflichtteil (§ 2303 BGB) – was gilt es zu beachten, wenn dieser eingefordert wird und was ist dann mit den Schenkungen des Erblassers gem. § 2325 BGB ?
  • Erbvertrag (§ 1941 BGB) – welche Vorteile oder Nachteile bietet der Erbvertrag gegenüber einem sog. Berliner Testament (§2265 BGB, § 2269 BGB)?
  • Erbe (§ 1922 BGB) – ich bin im Testament als Erbe eingesetzt, werde ich im Erbfall alles erhalten ? Oder kann der Erblasser über sein Vermögen bis zu seinem Tod frei verfügen ?
  • Erbengemeinschaft (§ 2032 BGB) – Welche Regelungen gibt es, wenn die Erben sich nicht einig sind, wer bestimmt dann, was gemacht wird ?
  • Erbschaftsteuer (§ 16 ErbStG)– wie kann das Vermögen unter Ausnutzung der Freibeträge vorteilhaft auf die Kinder übertragen werden ?

Als ein auf das Erbrecht spezialisierter und in Frankfurt zugelassener Fachanwalt berate und vertrete ich Sie gerne in allen einschlägigen Fragestellungen. Keine selbst eingeholte Auskunft aus dem Internet oder der noch so gut gemeinte Rat eines Bekannten kann die fachlich fundierte Beratung durch einen Experten ersetzen.Zu umfangreich und kompliziert sind für Laien die einzelnen Bereiche des Erbrechts, die zudem häufig noch mit wichtigen- sehr kurzen – Fristen verbunden sind. Nicht selten verstellt einem dabei zusätzlich der Aspekt der Trauer den Blick für das Wesentliche.Rechtsanwalt_Fachanwalt_Erbrecht_Frankfurt_Dr._Stefan_Günther Die meisten Probleme ergeben sich, wie ich aus meiner praktischen Tätigkeit als Fachanwalt für Erbrecht Frankfurt, berichten kann, im Bereich der Auslegung und Anfechtung bei einem Testament und Ansprüchen aus Pflichtteil sowie Fragen der Verwaltung bzw. Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft. Ich hoffe aber, mit diesen Seiten auch andere Bereiche, die für Sie von Interesse sein könnten, abgedeckt zu haben.

Rechtsprechung aktuell: OLG Frankfurt – Namentliche Bezeichnung des Testamentsvollstreckers erforderlich

Nach der Entscheidung des OLG Frankfurt vom 22.09.2016, Az: 20 W 158/16 (FamRZ 2017, 488-490) ist seitens des Erblassers die ausdrückliche Bestimmung der Person, die eine Testamentsvollstreckung gem. § 2197 BGB übernehmen soll erforderlich. Andernfalls findet eine Testamentsvollstreckung nicht statt. Im zu entscheidenden Fall hatte der Erblasser in einem gesonderten Punkt zwar die Testamentsvollstreckung angeordnet. Nur einen Satz später wurde aber erklärt: “Die Bestimmung eines Testamentsvollstreckers erfolgt gesondert privatschriftlich” – was dann aber leider ausgeblieben ist. Nach Auffassung des OLG Frankfurt kann darin kein Ersuchen gem. § 2200 Abs. 1 BGB an das Nachlassgericht gesehen werden, die Person eines Testamentsvollstreckers auszuwählen. Auch wurde ein Dritter, er gem. § 2198 Abs. 1 BGB eine Personen hätte benennen können, nicht genannt. Aus diesem Grund musste der Nachlass, selbst unter Beachtung des Grundsatzes einer wohlwollenden Auslegung gem. § 2084 BGB, ohne Testamentsvollstreckung bleiben.

Nach Auffassung von Fachanwalt für Erbrecht, Dr. Stefan Günther, ist der Entscheidung des Senats in vollem Umfang zuzustimmen. Es ist die Aufgabe des Erblassers in seinem Testament bzw. Erbvertrag für klare und eindeutige Regelungen zu sorgen. Wird dies versäumt, kann der dahingehend angedachte Wille leider nicht umgesetzt werden.

Experten-Tipp von Fachanwalt für Erbrecht Dr. Stefan Günther, Frankfurt:

  • Soll eine Testamentsvollstreckung gem. § 2197 BGB angeordnet werden, muss die Person, die das Amt übernehmen soll, ausdrücklich namentlich aufgeführt werden.
  • Kennt man keine Person, die hierfür geeignet wäre, kann man hierfür einen Dritten (§ 2198 Abs. 1 BGB) benennen oder besser, das Nachlassgericht mit der Auswahl beauftragen (§ 2200 Abs.1 BGB).
  • Notwendig ist in jedem Fall auch die Person eines Ersatz-Testamentsvollstreckers festzulegen – für den Fall des Ausfalls. Andernfalls bleibt die Erbmasse ungeregelt.

Schicksalhafte Fehler im Erbrecht vermeiden

Jeder Mensch, so Fachanwalt für Erbrecht Frankfurt, Dr. Stefan Günther, macht Fehler. Das Problem ist nur, dass sich im Bereich des Erbrechts Fehler, Unterlassungen meist böse rächen. Nicht selten stehen der Ehegatte oder die Kinder mit leeren Händen da. Oder es bestimmen plötzlich andere Institutionen (Vormundschaftsgericht) über deren Schicksal. Nur in Ausnahmefällen werden die jeweiligen Fristen bekannt sein, die zum Teil ausschließenden Charakter besitzen. So kann z. B. nur 6 Wochen nach Kenntnis des Todes des Erblassers gegenüber dem Amtsgericht ausgeschlagen werden. Auf der anderen Seite ist für die Anfechtung einer letztwilligen Erklärung eine Frist von nur einem Jahr gegeben. Beide Rechtshandlungen sind mit großen Auswirkungen verbunden. Es kommt aber auch vor, dass erbrechtliche Konsequenzen bestehen, die dem Mandanten in ihrer Bedeutung gar nicht bewusst sind. Da in diesen Fällen häufig gegensätzliche Interessen bestehen, ist der Katastrophenfall in Form einer bevorstehenden Teilungsversteigerung vorprogrammiert. Nicht selten lassen sich bestehende Konfliktlagen nur durch einen Erb- bzw. Pflichtteilsverzichtsvertrag regeln. Schlimm entwickeln sich die Fälle, bei den Großzügigkeit und der Gedanke an Steuersparmöglichkeiten, die Absicherung eigener Ansprüche überlagert hat.

Aber auch bei Vorliegen eines Testamentes oder Erbvertrages muss die Rechtslage nicht einfacher sein. Dabei kann es bedeutsam sein, ob man die vermeintliche Begünstigung in Anspruch nehmen soll. Oder soll besser doch die Ausschlagung mit gleichzeitiger Geltendmachung des Pflichtteils in Betracht gezogen werden? All dies sind Schwierigkeiten, die qualifiziert nur durch einen Fachanwalt für Erbrecht beantwortet werden können. Es wird daher empfohlen, mit der umfangreichen Prüfung ohne Verzug zu beginnen, sofern das Problem erkannt wurde. Die längsten und schwierigsten Rechtsstreitigkeiten entstehen durch aufgeschobene Lösungsansätze. Insoweit freut es mich, dass Sie sich, als ersten Ansatz, für diese Internetseite interessieren. Im Blog erhalten Sie die neuesten Veröffentlichungen mit sehr spannenden Themen, die ich Ihnen als Fachanwalt sehr empfehlen kann. Der übrige Inhalt ist so aufgebaut, dass die typischen Fehler besonders hervor gehoben sind. Sehr plastisch wird dies anhand “berühmter Erbfälle” dargestellt.

Für Ihre Fragen:

Tel.: 069/308 511 90

Dr. Stefan Günther

Rechtsanwalt & 

Fachanwalt für Erbrecht

Konrad-Glatt-Str.8

65929 Frankfurt